Aus dem Pressebericht des Polizeipräsidiums Köln vom 15.6.00

Köln: Polizei und Stadtverwaltung treffen Vereinbarungen über den Umgang mit gefährlichen Hunden (ots)

- Vertreter der Stadtverwaltung (Amt für öffentliche Ordnung, Veterinäramt, Berufsfeuerwehr) und der Polizei trafen sich am 13.06.2000 im Polizeipräsidium und berieten über Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Vorfällen mit gefährlichen Hunden. Das Treffen war vereinbart worden, nachdem sich die Feuerwehr in einigen Fällen infolge fehlender Unterbringungsmöglichkeiten nicht in der Lage gesehen hatte, polizeilich sichergestellte Hunde zu übernehmen.

Zusätzliche Aktualität erhielt die Thematik nach zwei Vorfällen mit gefährlichen Hunden am Himmelfahrtstag (siehe Polizeibericht vom 02.06.2000).

Die Gesprächsteilnehmer trafen die nachfolgenden Grundvereinbarungen einer Zusammenarbeit, die kurzfristig noch im Detail auszuarbeiten sind:
- Die Berufsfeuerwehr sagt zu, alle Hunde, die durch polizeiliche Maßnahmen "unanbringbar" geworden sind, in Obhut zu nehmen. Sie wird auf jeden Fall eine Unterbringung (in Köln oder im Umland) sicherstellen.
- Es wird ein gemeinsames Lagebild "gefährliche Hunde" erstellt, welches neben einer Übersicht über einschlägige Vorkommnisse auch kurzfristige Abfragemöglichkeiten über zurückliegende Ereignisse sowie getroffene Maßnahmen in Bezug auf bestimmte Tiere bzw. Halter ermöglicht.
- Es wird eine monatliche "Controllingrunde" mit den Besprechungsteilnehmern gebildet, um das Lagebild zu beurteilen und eventuell weitere Maßnahmen zu erarbeiten.
- Weiterhin werden zentrale Kommunikationswege zwischen der Stadt Köln und dem Polizeipräsidium Köln festgelegt. Alle relevanten Vorgänge wie Strafanzeigen, Meldungen und Berichte werden gegenseitig übersandt.
- Die Stadt Köln wird entsprechende Ordnungsverfügungen (Maulkorb- und/oder Leinenzwang, Androhung von Verwaltungszwangsmaßnahmen usw.) erteilen und diese durchschriftlich an das PP Köln übersenden.
- Es ist beabsichtigt, die erteilten Ordnungsverfügungen gemeinsam durch Außendienstmitarbeiter der Stadt Köln und Beamte des PP Köln überwachen zu lassen.
- Die Polizei bietet an, in geeigneten Fällen betroffenen Hundehaltern fachkundige Beratung durch Diensthundeführer zukommen zu lassen.

Polizeipräsident Steffenhagen begrüßte die getroffenen Vereinbarungen als praktische Schritte, die geeignet sind, die von gefährlichen Hunden respektive ungeeigneten Hundehaltern ausgehenden Gefahren kurzfristig und wirksam zu minimieren - ungeachtet der andauernden Diskussion über die Gefährlichkeit einzelner Hunderassen und der Notwendigkeit diesbezüglicher Zuchtrichtlinien. (dt)

Die Telefonnummer der Polizei Köln lautet: 0221-229-1. Aufgrund der aktuellen Lage sollte man den Hundeführern aber etwas Zeit geben und nur in dringenden Notfällen anrufen.